So funktioniert es
Der Kreislauf, vom Brunnen bis zum Sektor
Viele rufen an und wollen "eine Pumpe", obwohl das Problem drei Schritte weiter liegt. Das hier ist der
komplette Weg des Wassers in einer Bewässerungsanlage auf Mallorca — damit Sie wissen, wovon wir reden
und an welcher Stelle Ihre Störung sitzt.
1. Die Quelle: Brunnen, Zisterne oder Netz
Das Wasser kommt aus einem Brunnen, aus einer Zisterne oder einem Speicher
oder aus dem Netz. Auf der Finca meist Brunnen, im Haus mit Garten meist Speicher. Jede Quelle verlangt
einen anderen Pumpentyp und eine andere Wasseraufbereitung.
2. Pumpe und Niveausonde
Aus dem Brunnen fördert eine Tauchpumpe, aus einem oberirdischen Speicher eine
Oberflächen- oder mehrstufige Pumpe. Immer mit Niveausonde oder Schwimmer: Fällt der
Brunnen ab und die Pumpe läuft trocken, ist sie in Minuten hin. Der teuerste Schaden — und der am
leichtesten zu vermeidende.
3. Die Zisterne: speichern, statt von der Schüttung abzuhängen
Die Brunnenpumpe bewässert nicht direkt, sie füllt die Zisterne. So hängt die Bewässerung
nicht davon ab, was der Brunnen gerade hergibt, und die Pumpe läuft in Intervallen und zu den passenden
Zeiten — genau das macht Bewässerung mit Photovoltaik möglich.
4. Die Druckanlage
Aus der Zisterne kommt das Wasser nur mit dem Druck, den die Schwerkraft hergibt — fast nie genug. Die
Druckanlage mit ihrem Ausdehnungsgefäß liefert das Bar, das die Auslässe
zum sauberen Öffnen brauchen. Läuft die Bewässerung "schwach" oder ziehen manche Sektoren und andere nicht,
schauen Sie zuerst hier.
5. Die Filterung (bei Brunnenwasser Pflicht)
Brunnenwasser führt Sand und Partikel mit. Ohne Scheiben- oder Siebfilter im Kopf landet
dieser Sand in Magnetventilen und Tropfern und verstopft sie nacheinander. Das ist der Hauptgrund, warum
eine neue Anlage nach zwei Sommern zu spinnen beginnt.
6. Absperrhähne, Hauptventil und Sicherheit
Vor der Verteilung kommen Hauptventil, Sicherheitsventil und die
Absperrhähne, mit denen sich Bereiche einzeln abstellen lassen. Nur so lässt sich eine Störung beheben,
ohne das ganze Grundstück ohne Wasser zu lassen.
7. Die Hauptleitungen
Die Hauptverteilung in PVC oder Polyethylen, erdverlegt, bis zu den Schächten mit den
Ventilen. Richtig dimensioniert: Eine im Durchmesser zu knappe Leitung ist dauerhaft verlorener Druck.
8. Steuerung und Magnetventile
Die Steuerung (das Programmiergerät) ist das Gehirn: Sie öffnet und schließt jedes
Magnetventil nach Sektoren und zu den eingestellten Zeiten, über Niederspannungsleitungen
bis zu den Schächten. Bewässert wird in Sektoren, weil kaum eine Anlage genug Durchfluss hat, um alles
gleichzeitig zu versorgen. Hier montieren wir Programmiergerät, Verkabelung, Überspannungsschutz und
Schaltschrank.
9. Und ab da: der Gärtner
Von jedem Magnetventil geht der Sektorstrang ab: Tropfer, Tropfschlauch oder Sprinkler, je
nach Bepflanzung. Dieser Teil gehört nicht uns, und das ist gut so: Wer den Garten betreut,
weiß, was jede Pflanze braucht. Wir übergeben das Wasser mit Druck, gefiltert und zur richtigen Zeit.